Verhalten gezielt ändern

Sie suchen Unterstützung, weil Ihre Katze
- sich vor Besuch oder einer anderen Katze versteckt
- Urin oder Kot außerhalb der Katzentoilette absetzt
- sich das Fell ausrupft
- nachts miaut statt zu schlafen
- kratzt und beisst, wenn sie angefasst wird oder Sie an ihr vorbeigehen?

Sie suchen Unterstützung, weil Ihr Hund
- völlig verängstigt ist
- sogar häufig vor Angst erstarrt
- ständig Aufmerksamkeit fordert
- Menschen oder Tiere beisst
- nicht alleine bleiben kann
- auf Spaziergängen bei Hundebegegnungen bellend in der Leine hängt?

BEI DIESEN UND ANDEREN HERAUSFORDERUNGEN UNTERSTÜTZE ICH SIE GERNE AUF DEM WEG ZU EINER VERHALTENSÄNDERUNG.

Das Verhalten, das wir sehen, wird von vielen Faktoren beeinflusst:
- den erblichen Anlagen des Tiers
- seinen Erfahrungen in der Welpen- und Jungtierzeit (Sozialisierung)
- seinen Lernerfahrungen allgemein
- seiner emotionalen Veranlagung
- seiner körperlichen Gesundheit
- den Reaktionen auf die Kommunikation des Tiers
- die vom Tier wahrgenommene Umwelt
- den Alltag des Tiers

ICH GEBE IHNEN BEI UNERWÜNSCHTEM VERHALTEN DEN "ROTEN FADEN" AN DIE HAND.
Selbstverständlich sprechen wir auch über mögliche Erklärungen für das unerwünschte Verhalten.

Die Therapie umfasst dann Bereiche wie
- Änderungen im Alltag des Tiers (Grundbedürfnisse erfüllen, Auslöser vermeiden)
- gezieltes Training von alternativem Verhalten
- Gewöhnungstraining an Herausforderungen
- ggf. die Verschreibung von angstlösenden Medikamenten zur Trainingsunterstützung
- und ist individuell für Ihr Tier und Ihre Alltagssituation angepasst
Alle Leistungen werden nach der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) abgerechnet und werden z.T. von Tier-Krankenversicherungen übernommen.
Auf meiner Homepage finden Sie ausführliche Informationen zu den Grundlagen meiner Arbeit und viele Informationen zur Tellington-Methode und Training mit positiver Verstärkung.

Bedürfnisse erkennen und sich gegenseitig vertrauen
Ich berate Menschen mit ihren Hunden, Katzen oder Heimtieren, damit sie besser lernen, ihre gegenseitigen Bedürfnisse zu erkennen und bestmöglich zu erfüllen. Die Grundbedürfnisse der Tiere betreffen die Bereiche Sicherheit, Nahrung, Bewegung und Beschäftigung.
Durch ein Verständnis für die körperlichen und psychischen Bedürfnisse ihres Tieres und Wege, ihre eigenen Wünsche an das Tier auf positive Weise zu vermitteln, bildet sich ein gegenseitiges tiefes Vertrauen aus, auf dem das weitere Miteinander eine gute Basis findet.
Meine Beratung umfasst daher nicht nur das klassische Erlernen gewünschten Verhaltens und die Änderung unerwünschten Verhaltens sondern auch die Schulung der Menschen für die richtige Einordnung der Emotionen und Reaktionen ihres Tieres, um im Alltag und bei speziellen Anforderungen bestmögliche Trainingsergebnisse zu erreichen. Elemente der Tellington-Methode® fördern dabei eine tiefere Bindung, ein gutes Körperbewusstsein und neue Lernerfahrungen.
Einer der Haupteffekte der Tellington TTouch-Methode ist die Förderung der Gelassenheit. Gelassene Tiere werden weder Angst noch Aggression zeigen. Ziel meiner Arbeit sind ausgeglichene Hunde und Katzen, die gerne mit ihren Menschen dem Alltag und den Herausforderungen des Lebens begegnen und Menschen, die Vertrauen in sich und ihr Tier haben, dass sie diese Herausforderungen gemeinsam meistern.

Welche Emotion zeigt mein Tier?
Durch die Wahrnehmung der Kommunikationssignale unserer Hunde und Katzen sind wir in der Lage, sie in stressigen Situationen zu unterstützen. Eine Unsicherheit signalisierende Körperhaltung unseres Hundes oder unserer Katze sollten wir ebenso rasch erkennen wie beginnendes aggressives Verhalten beim eigenen Tier und während Begegnungen - damit eine rechtzeitige Deeskalation oder ein Abbruch der erschreckenden Situation möglich ist.
So wie wir uns einen sicheren Umgang mit unseren Tieren wünschen, sorgen wir damit im Gegenzug dafür, dass unser Tier sich sicherer fühlen kann. Auch hier können die Tellington-Methode und gezieltes Training durch Gewöhnung oder Gegenkonditionierung auf lange Sicht zu einem gelasseneren Tier beitragen. Je nach Tier oder je nachdem, wie lange das Angstverhalten durch das Tier bereits gezeigt wird, ist auch eine medikamentöse Unterstützung sinnvoll.
Grundlage meiner Arbeit ist neben meinem tierärztlichen Wissen die Tellington-Methode®, eine Körpertherapie, durch die das Vertrauen zwischen dem Menschen und seinem Tier vertieft und das Körperbewusstsein der Tiere über verschiedene Wege verbessert wird:

Tellington TTouch®
Beim Tellington TTouch wird über kreisende, hebende und streichende Bewegungen der Haut direkt Einfluss auf die Körperwahrnehmung und nachfolgend die Körperhaltung genommen. Dadurch zeigen die Tiere häufig auch eine Verhaltensänderung. Zudem wirkt der Tellington TTouch oft entspannend und stärkt die Bindung zwischen Mensch und Tier.

Tellington-Lernparcours
Durch das Führtraining im Tellington-Lernparcours wird unter anderem das Bewusstsein für die eigene Bewegung, die körperliche Balance und die Teamarbeit zwischen Mensch und Hund geschult. Der vorgegebene Weg gibt einen Rahmen und eine angemessene Aufgabe. Auch Katzen können über einen Lernparcours gelotst werden.

Tellington-Lernhilfen
Verschiedene Lernhilfen wie Tellington-Körperbänder geben dem Gehirn eine unbewusste Rückmeldung über den eigenen Körper und sorgen für eine bessere Balance und damit oft für äußere und innere Entspannung. Auch diverse Führtechniken gehören zu den Lernhilfen.
Die Tellington-Methode für die Förderung körperlichen Wohlbefindens
Als Tierärztin schätze ich an der Tellington-Methode, dass sie uns nicht nur dabei unterstützt, ein ausgeglichenes und entspanntes Verhalten sowie einen vertrauensvollen Umgang mit Menschen zu fördern, sondern auch bei körperlichen Beschwerden und Erkrankungen helfen kann. Da körperliche Beschwerden oft (Mit-)Ursache von Verhaltensauffälligkeiten sind, ist auch über diesen Aspekt häufig eine Verbesserung des Verhaltensthemas zu erreichen.
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Ein Fallbeispiel für die Unterstützung der Behandlung körperlicher Beschwerden:
Dolly (BKH, ca. 18 Monate alt) verlor bereits als Katzenwelpe eine Hintergliedmaße und hatte nach einem akuten Bandscheibenvorfall eine komplette Nachhandlähmung. Durch den zusätzlich zur medikamentösen Therapie erfolgten Tellington TTouch konnten wir uns an einer außerordentlich raschen Genesung freuen.

Das click zum ttouch - freudig Signale befolgen:
Training
Clicker-Training hilft beim Erlernen bestimmter Verhalten und macht Spaß:
Beim Training mit positivem Verstärker bringt eine häufige, zeitgenaue Belohnung für das gewünschte Verhalten rasche Trainingsergebnisse. Der Clicker als sog. sekundärer Verstärker erlaubt die punktgenaue Belohnung, weil er diese sicher ankündigt. Unmittelbar zuvor gezeigtes Verhalten wird vom Tier bewusst häufiger gezeigt (wenn die Belohnung gut genug war) und kann schließlich mit einem Signal konditioniert werden. Mit einem gemeinsam entwickelten, sinnvoll aufgebauten Trainingsplan in angstfreier Atmosphäre führen viele Einzelziele über den Weg zum schließlich gewünschten Verhalten. Dieses gewaltfreie Training wird auch für Verhaltensänderungen eingesetzt.

Wenn ein Verhalten unerwünscht ist:
Verhalten gezielt verändern
Unerwünschtes Verhalten führt zu Konflikten zwischen Mensch und Tier. Hier bringt die Kombination von Elementen der Tellington-Methode und Erkenntnissen der klassischen Trainingsmethoden wie Gegenkonditionierung und Desensibilisierung meist schnellere Fortschritte als das klassische Training alleine. Auch Alternativverhalten kann in der Regel rascher erlernt werden.
Begleitung jedes erfolgreichen Trainings unerwünschten Verhaltens ist natürlich, dass wir analysieren, welche Grundbedürfnisse des Tieres zu diesem Verhalten führen und nach Lösungen suchen, diese durch für alle Seiten passende Alltagsänderungen besser zu sichern.
Die Abklärung möglicher körperlicher Ursachen sowie in seltenen Fällen eine begleitende medikamentöse Unterstützung ist mir als Tierärztin ebenfalls möglich. Hier arbeite ich gerne mit der eigenen Berater*in, Trainer*in oder der Haustierarztpraxis zusammen, um gemeinsam mit Ihnen und individuell für Ihr Tier einen guten Weg zu einem entspannteren Miteinander zu finden.
Beispiele für unerwünschtes Verhalten:
Angstverhalten wie Trennungsangst oder Silvester-Angst
Angstaggression
aggressives Verhalten gegenüber Menschen oder anderen Tieren
Probleme der Stubenreinheit
Zwangsverhalten (z.B. Leckdermatitis)
aufmerksamkeitsforderndes Verhalten
Probleme bei der Leinenführung
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Ein Fallbeispiel für einen ttouch-n-click-Trainingsansatz bei Problemverhalten:
Die rumänische Mischlingshündin "Kiwi" kam als Straßenhund vom Land mit in die Stadt. Eine der Aufgaben, die sie nun bewältigen soll, ist die Begleitung bei Pferdeausritten. Mitten im Rückruftraining entwickelte Kiwi plötzlich Angstverhalten gegenüber Pferden. Durch die Kombination der Tellington-Methode mit dem Hundetraining konnte dieses Ziel innerhalb kurzer Zeit trainiert werden.
